Gericht: Grünes Licht für das Berliner Stadtschloss

 

Grünes Licht für das Berliner Stadtschloss: Der italienische Architekt Franco Stella darf die Hohenzollern-Residenz wieder aufbauen. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht stufte die Vergabe des 550-Millionen-Euro-Projekts an Stella am Mittwoch als grundsätzlich rechtmäßig ein.

 

Damit setzte sich das Gericht über das Bundeskartellamt hinweg. Zwar hätten die im Architektenwettbewerb unterlegenen Mitbewerber über den bevorstehenden Vertragsschluss mit Stella informiert werden müssen, durch die jetzige gerichtliche Überprüfung seien aber ihre Rechte gewahrt worden, befand das Gerichturf.

In der Anhörung verhandelte das Gericht darüber , ob die Vergabe der Architektenleistungen an den italienischen Wettbewerbssieger Franco Stella für nichtig erklärt werden sollte. Zuvor hatter der Berliner Architekt Hans Kollhoff die Auftragsvergabe als intransparent angegriffen und vom Kartellamt Rückendeckung bekommen. Das Bundesbauministerium hat indes Einspruch erhoben. „Spiegel online“ zitierte am Montag aus Dokumenten, die angeblich Zweifel an der Eignung des Wettbewerbsiegers nähren. Der Prozess bereitete Schlossbefürwortern, die sich eine Wiederherstellung der historischen Fassade erhoffen, Sorgen. Denn eine Neuaufrollung des Vergabeverfahrens hätte nicht nur Verzögerungen bedeutet, sondern nachträglich auch finanziellen Sparmaßnahmen den Weg geebnet. „Wer mehr will, muss sagen, woher das Geld kommt“, hat Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) kürzlich gegenüber der BZ am Sonntag verkündet. Berlin.

 
Wednesday, den 02.December 2009

 
 

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