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Berliner Wohnungsmarkt: Günstig oder teuer?
Berliner Vermieter erhöhen bei Neuverträgen die Miete deutlich. Gleichzeitig liegt man weit unter Mietpreisen in anderen Städten, so eine Studie der Investitionsbank Berlin.
Während die durchschnittliche Nettokaltmiete laut Mietspiegel 4,83 Euro pro Quadratmeter beträgt, verlangen Wohnungsbesitzer für Neuvermietungen 5,61 Euro. Das ergab eine Studie im Auftrag der Investionsbank Berlin.
Mit diesem Wert für Neuverträge liegt Berlin allerdings noch deutlich unter dem Preisniveau der meisten anderen deutschen Großstädte, wie die Investitionsbank am Montag mitteilte. So zahlen Neumieter in Berlin nur etwa halb so viel wie in München (11,61). Auch die Frankfurter müssen mit 10 Euro pro Quadratmeter für ihre Wohnungen deutlich mehr berappen als die Berliner.
Die Wohnungskosten sind in Hamburg und Köln mit einem Quadratmeterpreis von 8,33 und 8,13 Euro ebenfalls sehr viel höher. Auch im internationalen Metropolen-Vergleich rangiert die Hauptstadt am unteren Ende der Preisskala. In Berlin könnten sich auch Normalverdiener Wohnungen erlauben, für die in Paris oder London nur Spitzenverdiener genügend Geld hätten. Allenfalls Wien oder Brüssel wiesen ein vergleichbares Preisniveau auf.
Wohnkosten würden zu einem immer wichtigeren Standortfaktor, sagte die Berliner Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) bei der Vorstellung der Studie laut einer Mitteilung. Wegen steigender Preise für Energie, Mobilität und Gesundheit hätten Verbraucher immer weniger Geld für die Miete übrig. «Vor allem junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte sind in hohem Maße mobil», sagte Junge-Reyer. Sie könnten dorthin ziehen, wo die Lebenshaltungskosten niedrig seien. Berlin profitiere heute von den großen Investitionen in den Wohnungsmarkt in den 90er Jahren.








