Entwarnung bei der Schweinegrippe?

 

Die Schweinegrippe (H1N1) erschien Anfang letzten Jahres als große Gefahr. Doch der meist milde Verlauf der Infektionen hat dazu geführt, dass sich nur wenige Menschen Impfen lassen und die Bundesländer auf ihrem Impfstoff sitzen bleiben.

 

Die Berliner sind bislang sehr impfmüde, so dass weniger Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs gebraucht werden als bei Vertragsschluss mit dem Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline abzusehen war. Die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat daher beschlossen, statt 50 Millionen nur 25 Millionen Dosen Impfstoff zu beziehen. Damit könnte Berlin viel Geld sparen. Denn die Krankenkassen bezahlen die Impfung nur, wenn Ärzte das Serum Patienten auch tatsächlich spritzen. Bislang haben sich aber nur schätzungsweise 120 000 bis 130 000 Berliner zur Impfung entschlossen. Voraussetzung für die Umsetzung des Beschluss der Gesundheitsminister ist allerdings, dass der Hersteller des Impfstoffes mit sich über den Liefervertrag nachverhandeln lässt. Laut Medienberichten sind erste Gespräche für den 7. Januar geplant.

Eine generelle Entwarnung bei der Schweinegrippe steht trotz des milden Verlaufs der bisherigen Infektionsfälle allerdings noch aus. Experten hatten in der Vergangenheit wiederholt vor der Gefahr weiterer Infektionswellen mit leicht mutierten Erregern gewarnt, deren Sterblichkeitsrate sehr viel höher liegen könnte. Informationen zur Schweinegrippe gibt es beim Robert-Koch-Institut, der Berliner Senat informiert darüber hinaus HIER zum Thema.

 
Montag, den 04.Januar 2010

 
 

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