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Stadtinfo
Gewerkschaft kündigt Warnstreik bei BVG an
Berlin steht an diesen Dienstag nicht nur ein Warnstreik in Kitas und Behörden bevor, sondern auch bei der BVG.
Fahrgäste von Bussen, Trams und U-Bahnen müssen sich auf Einschränkungen einstellen, wie die dbb tarifunion mitteilte. Sie rief ihre Mitglieder bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auf, von Beginn der Frühschicht bis zum Nachmittag die Arbeit ruhen zu lassen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die 12 000 Beschäftigten. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt, je nach Gehaltsstufe aber mindestens 110 bis 150 Euro. Die durch das S-Bahn-Chaos leidgeprüften Fahrgäste müssen deshalb am Dienstag noch mehr Zeit einplanen.
Gleichzeitig legen am Dienstag wie seit längerem angekündigt Erzieher in den Kita-Eigenbetrieben und Beschäftigte der Bezirksämter und Senatsverwaltungen die Arbeit nieder. Grund dafür sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Land und Bezirken. Sie sollten am Nachmittag fortgesetzt werden. Auch wenn es eine nächtliche Einigung geben sollte, bleibe es beim angekündigten Warnstreik, sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. Es sei auch weiterhin fraglich, ob ein Kompromiss gelinge.
In den BVG-Verhandlungen sollte es am Montag eine weitere Sondierungsrunde geben. Bei dem Landesunternehmen hatten die Gewerkschaften vor zwei Jahren in einer der härtesten Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte den Verkehr zwei Wochen lang nahezu komplett lahmgelegt. So weit ist es nun noch lange nicht. Verdi, die stärkste BVG-Gewerkschaft, beteiligt sich nicht an dem Warnstreik. Im dbb hatte im vorigen Tarifkonflikt die Gewerkschaft der Lokomotivführer allerdings Mitglieder hinzugewonnen.








