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Stadtinfo
Glätte: Hunderte Knochenbrüche am Wochenende
Der Dauerfrost hat die Stadt wieder im Griff. Überfrorene Schneeflächen haben viele Gehwege in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. In den Unfallkrankenhäusern werden vermehrt Knochenbrüche aufgenommen.
In den Berliner Krankenhäusern sind allein an diesem Wochenende Hunderte von Knochenbrüchen und Verstauchungen gezählt worden. Die glatten Straßen und Wege haben die Sturzwahrscheinlichkeit offenbar drastisch erhöht. Und ein Ende der kalten Witterung ist vorerst nicht abzusehen. Nun mehrt sich die Kritik an der Politik, auf Gehwegen kein Streusalz sondern nur Streusplitt zu genehmigen. Auf Gehwegen gilt seit Jahrzehnten ein Salzverbot, da dieses im Übermaß angewendet zu einer Schädigung von Pflanzen führt. Laut einer im Tagesspiegel von Sonntag zitierten Studie des Freiburger Öko-Instituts ist Salz nach heutigem Kenntnisstand insgesamt gesehen weniger umweltschädlich als Splitt. Splitt erzeugt unter anderem eine höhere Feinstaubbelastung der Luft und ist somit gesundheitsschädlicher.
Die vielen Stürze auf eisglatten Wegen und Straßen halten unterdessen Berlins Klinik-Ärzte auf Trab. "Wir müssen inzwischen nachts durchoperieren, um das alles zu schaffen", sagte Gerrit Matthes, Oberarzt am Berliner Unfallkrankenhaus, gegenüber der dpa. Zur Zeit würden allein in der Marzahner Klinik am Tag rund 100 Patienten nach Stürzen eingeliefert. Die Hälfte von ihnen müsse auch operiert werden. Häufig seien Hand- und Sprunggelenke gebrochen. Aber auch Ober- und Unterschenkel erwischt es oft. "Bei einem Sturz auf Eis ist der Aufprall besonders hart. Das zieht viele Operationen nach sich", ergänzte Matthes. Bis ein Bruch wieder verheilt ist, dauert es mindestens sechs Wochen.








