Asbestfunde an Berliner Schulen

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Nach dem Fund von Asbest kündigte der Berliner Bezirk Reinickendorf am Wochenende die Schließung dreier weiterer Schulen an. Ist Unterricht in der Turnhalle zwischenzeitlich der einzige Ausweg?

 

Die Gebäude müssten unverzüglich saniert werden, teilte das Bezirksamt am Freitag mit. Betroffen sind die Benjamin-Franklin-Oberschule in Reinickendorf sowie im Märkischen Viertel die Grundschule am Peckwisch und die Musikschule Atrium. "Aufgrund der Vielzahl der Funde ist eine mehrmonatige Sanierung wahrscheinlich", hieß es. Um für eine fachgerechte Entsorgung zu sorgen, müssen die Schulen zum Teil geschlossen werden und die Schüler an andere Schulen ausweichen. Dennoch besteht laut dem Bezirksamt Reinickendorf kein Grund zur Sorge: Tests der Raumluft hätten keine schädlichen Asbest-Werte angezeigt.

Der Bezirk hatte alle Schulen untersucht, nachdem in der Albrecht- Haushofer-Schule in Heiligensee asbesthaltige Pappe unter Fensterbänken gefunden worden war. In der Grundschule an der Peckwisch hatten Kontrolleure in alten Gebäudeteilen ebenfalls Asbestplatten unter Fensterbänken entdeckt. Die betroffenen Schüler sollen nun im Neubau der Schule und in zwei anderen Grundschulen unterrichtet werden.

Erst im September hatten 180 Schüler der Erpelgrund-Schule in Heiligensee für Monate ein Ausweichquartier beziehen müssen. Bei Bauarbeiten war Asbest entdeckt worden. Eltern hatten schon länger befürchtet, dass dort die gesundheitsschädlichen Fasern verarbeitet wurden und warfen der Verwaltung vor, das Problem verschleiert zu haben.

Bei Baumaßnahmen an Schulen wird in Berlin immer mal wieder Asbest gefunden. Größere Aufregung gab es 1989, als wegen Asbestbelastung 15 Schulneubauten geschlossen wurden.

 
Tuesday, den 02.March 2010

 
 

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