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Einheitliche Behördenrufnummer noch zu wenig bekannt
Die Bundesregierung hat alle Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen aufgerufen, sich an dem Pilotprojekt mit der einheitlichen Behördenrufnummer 115 zu beteiligen.
115 - Unter dieser Telefonnummer haben ein Jahr nach dem Start mittlerweile 13 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin, Hamburg und einzelnen Kommunen anderer Länder einen direkten Draht zu den Behörden und können sich sämtliche Fragen beantworten lassen, ob zum Personalausweis, zur Autozulassung oder etwa zum Elterngeld.
Die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Cornelia Rogall- Grothe, sagte am Dienstag in Berlin, Ziel sei es, bis Ende 2011 auch alle Bundesbehörden an diesen zentralen telefonischen Wegweiser durch den Behördendschungel anzuschließen. "Mit dieser Nummer bleiben dem Anrufer lange Warteschleifen erspart", sagte die Staatssekretärin. An die Hot-Line angeschlossen sind neben Bundesministerien unter anderem bereits die Deutsche Rentenversicherung Bund und das Steuerliche Info-Center des Bundes sowie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das Saarland will die Rufnummer 115 für Behördenauskünfte im nächsten Jahr flächendeckend einführen.
Die einheitliche Behördenrufnummer war vor einem Jahr geschaltet worden. Der Service wird in einem zweijährigen Probebetrieb getestet und soll eines Tages bundesweit angeboten werden. Aus Sicht der Projektverantwortlichen wissen derzeit aber noch zu wenige Bundesbürger von dieser Nummer. Erst knapp jeder Dritte habe schon von der 115 gehört, heißt es im Jahresbericht des Projektes. In den Regionen, die sich an dem Pilotprojekt beteiligen, kenne jeder Zweite die Nummer, in unversorgten Gebieten nur jeder Vierte.
Auch die Berliner Innenverwaltung ist noch nicht zufrieden mit der Bekanntheit dieses Angebots. Staatssekretär Ulrich Freise kündigte am Dienstag Werbeaktionen für die 115 unter anderem in der U-Bahn und im Olympiastadion an. In der Hauptstadt werden im Tagesdurchschnitt 560 Anrufe bei der 115 gezählt. Am häufigsten sind Fragen zur Autozulassung, zum Führerschein und zum Personalausweis. Manche Berliner Anrufer wollen aber auch wissen, wann die Schlaglöcher in ihrer Straße beseitigt werden.








