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SCC sieht winzige Chance
Von Urlaubsplanung wollen die Volleyballer des SCC Berlin nichts wissen.
Im Playoff-Halbfinale droht nach der zweiten Niederlage gegen Titelverteidiger VfB Friedrichshafen das schnelle Aus, doch die Hauptstädter glauben weiter fest an ihre Mini- Chance. «Wir haben ja noch drei Spiele», meinte Malte Holschen nach dem 1:3 (23:25, 25:19, 19:25, 31:33) am Sonntag mutig. Wahrscheinlicher aber ist, dass für die SCC-Spieler schon am Mittwoch nach der dritten Partie am Bodensee die Sommerpause beginnt.
Ein Ass des Tschechen Lukas Tichacek hatte das dramatische Spiel in der Max-Schmeling-Halle nach 128 Minuten beendet. «Schade, dass wir es nicht in den Tiebreak geschafft haben», sagte Mittelblocker Holschen. Der SCC war nahe dran am Favoritensturz. Im dramatischen vierten Satz konnten die Berliner jedoch ein halbes Dutzend Satzbälle nicht verwerten.
Auch die Abwehr von zwei Matchbällen der Friedrichshafener gab ihnen nicht den nötigen Auftrieb, um den entscheidenden Punkt zu erzwingen. «Da sieht man dann die ganze Klasse der Friedrichshafener. Wenn die in die Nähe des Matchballes kommen, dann packen die einfach ihre besten Aktionen aus», erkannte Holschen und schlussfolgerte: «Die sind halt ein bisschen cleverer.»
Ans Aufgeben denkt der ehemalige Dürener indes nicht. «Individuell ist der VfB sicher besser besetzt als wir, aber wenn wir auf unseren Teamgeist bauen, dann haben wir eine echte Chance», sagte der 28- Jährige. SCC-Manager Kaweh Niroomand meinte dagegen nüchtern: «Ich bin Realist. Unsere Chancen sind jetzt bestimmt nicht größer geworden.»









