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Junge Aale
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat 65 000 junge Aale in der Havel ausgesetzt.
Die Aktion am Mittwoch war der Startschuss für den Anfang April in Kraft getretenen Managementplan zum Erhalt des Fluss-Aals. Die Aale sollen den Aalbestand in den Berliner Gewässern stärken und langfristig sichern. Bezahlt wurden die Aale je zur Hälfte von der Europäischen Union und dem Land Berlin.
Die Umweltschutzorganisation WWF kritisierte die deutschen Bemühungen als unzureichend. Das Aussetzen der Fische bei Aigners «Aal-Show» bleibe wirkungslos, so lange es keinen Fangstopp gebe. «Dies Aktion nützt höchstens dem Angler - nicht dem Aal», teilte Heike Vesper, Expertin des WWF, mit. Auch müssten die Wanderrouten des Aals durchlässiger werden. Viele Tiere würden bei ihrer 5000 Kilometer langen Wanderung durch europäische Flüsse an Dämmen, Wehren und Turbinen sterben.
Der Bestand des europäischen Fluss-Aals ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Seit den 80er Jahren sei die Anzahl von Jungtieren um 90 Prozent geschrumpft, teilte der WWF mit.








