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Sanierung des ICC
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich im Streit um das ICC für eine Sanierung des maroden Kongresszentrums ausgesprochen.
Die bisher geplante Variante, dies bei laufendem Betrieb zu tun, habe sich wegen der Asbestbeseitigung jedoch als äußerst schwierig herausgestellt, sagte Wowereit am Freitag bei einem Vortrag in der IHK. Deshalb sollte für die Zeit der Sanierung ein Ersatzbau für die Messe geschaffen werden, den sie auch langfristig für ihr Messegeschäft nutzen könne, sagte Wowereit. Die Messe brauche ohnehin eine Erweiterung am Standort der Deutschlandhalle. Bei einer solchen Lösung müsse aber die klare Aussage damit verbunden sein, «dass man das ICC auch sanieren will», betonte Wowereit.
Der Regierungschef kritisierte in dem Zusammenhang noch einmal scharf die Weigerung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, die ebenfalls marode Deutschlandhalle abzureißen. «Es ist unerträglich, wie das Bezirksamt den Abriss der Deutschlandhalle torpediert», sagte Wowereit. Wenig hilfreich in der sich seit Jahren hinziehenden Debatte über Abriss oder Sanierung des rund 30 Jahre alten ICC seien auch die verschiedenen Zahlen gewesen, die die Messe zu den Kosten eines Neubaus genannt habe. Zunächst sei von 60 Millionen Euro die Rede gewesen. Dann seien die Kosten ständig gestiegen und würden nun mit 260 Millionen Euro veranschlagt.
Die Messe bevorzugt ein neues Kongresszentrum. Die Sanierungskosten für das ICC beziffert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf 220 Millionen Euro.








