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Schulanfang in Berlin
Berlins Schulsystem präsentiert sich seinen Schülern, Lehrern und Eltern beim ersten Unterrichtstag an diesem Montag grundlegend verändert.
Mit dem Schuljahr 2010/2011 nehmen die neuen Sekundarschulen die Arbeit auf. Sie treten an die Stelle von Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Das Gymnasium besteht unverändert fort. Beide weiterführende Schulen ermöglichen alle Abschlüsse einschließlich des Abiturs.
Die Reform begleiteten in der Stadt hitzige Debatten. Mit dem zweigliedrigen System will der rot-rote Senat die Abbrecherzahlen senken und die der Abiturienten steigern. Außerdem soll der Bildungserfolg künftig weniger von der sozialen Herkunft abhängen. «Die alte Dreigliedrigkeit des Bildungssystems steht für die Trennung und Abspaltung von Schülergruppen», sagte Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD). «Der Berliner Weg wird Schule machen.»
Die Sekundarschulen sollen flächendeckend ganztags laufen und die Schüler mit Werkstätten und Praktika sowie flexiblen Stundentafeln praxisorientierter und individueller unterrichten. Dazu werden sie besser mit Personal ausgestattet. An der Sekundarschule gibt es das Abitur nach 13 Jahren, am Gymnasium nach 12 Jahren, in Ausnahmefällen auch nach 11. Auch bei den Gymnasien wurde der Ganztagsbetrieb ausgebaut.
Parallel zu Gymnasium und Sekundarschule läuft das Pilotprojekt Gemeinschaftsschule weiter. Dabei wird in 17 Schulen erprobt, Schüler vom 1. bis 13. Schuljahr zusammen zu unterrichten.








