Die Zukunft des Admiralspalast

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Der Betreiber des Berliner Admiralspalasts gibt nicht auf. Nachdem er Insolvenz angemeldet hatte, brachte der Geschäftsführer der Produktions GmbH, Falk Walter, am Montag einen Vermittler ins Gespräch.

 

Dieser könnte aus der Handelskammer oder aus dem Senat kommen. Der Eigentümer der Immobilie hatte Walter wegen Mietschulden gekündigt. Bei dem vorläufigen Insolvenzverfahren soll bis zum 1. November geklärt werden, wie es mit der 2006 wiedereröffneten Traditionsbühne weitergeht. «Wir kämpfen hier um einen Kulturstandort», sagte Walter.

Der Admiralspalast war in den 20er Jahren ein Amüsiertempel, zu DDR-Zeiten saß dort das Metropol-Theater. Seit der Wiedereröffnung 2006 mit Brechts «Dreigroschenoper» mit Klaus Maria Brandauer zählt die Bühne zu den bekanntesten Adressen für Konzerte, Kabarett und Lesungen in Berlin. Walter gehört auch noch die Arena in Treptow mit Konzerthallen und einem Badeschiff. Auch im Admiralspalast hatte Walter ein Bad angekündigt, jedoch bisher nicht realisiert.

Der 1910 eröffnete Admiralspalast galt einst als eine der größten Vergnügungsstätten Berlins. Zunächst beherbergte das Haus Kegelbahnen, ein Café und ein Kino. Auch gab es ein Bäderbetrieb und eine Eislaufbahn. In den zwanziger Jahren wurde der Palast zum Revuetheater umgebaut. In der NS-Zeit wurden vor allem Operetten gespielt. Johannes Heesters trat hier als Danilo in der «Lustigen Witwe» auf. 1944 wurde das Theater geschlossen. Nach dem Krieg zog die Staatsoper Unter den Linden ein. Auch die Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED fand im Admiralpalast statt. 1955 wurde das Haus in Metropol-Theater umbenannt.

 
Monday, den 30.August 2010

 
 

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