Gesundheitsbericht 2009

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Zigaretten und Alkohol verursachen die meisten Erkrankungen und Todesfälle bei den Berlinern im erwerbsfähigen Alter.

 

Die Sterblichkeit infolge von Alkoholsucht liegt in der Hauptstadt bei Frauen um mehr als zwei Drittel und bei Männern sogar um 84 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Diese Quote liegt in Berlin bei 2,2 bzw. 8,6 von 100 000 Sterbefällen. Lungenkrebs verursacht die meisten vermeidbaren Todesfälle. Das geht aus dem Gesundheitsbericht 2009 hervor, den Senatorin Katrin Lompscher (Linke) am Mittwoch in Berlin präsentierte. Dennoch habe sich die Gesundheitssituation insgesamt verbessert, betonte Lompscher.

«Es gibt aber weiter deutliche Unterschiede zwischen den Bezirken», sagte Lompscher. Positive Tendenzen gab es demnach vor allem in Bezirken mit guter Sozialstruktur. Auch lebten Männer nach wie vor weniger gesundheitsbewusst und riskanter. Im Jahr 2008 starben in Berlin 6400 Menschen im Alter von unter 65 Jahren: Gut zwei Drittel davon waren Männer. Gemessen an der Gesamtsterblichkeit entspricht das einem Anteil von 13 Prozent bei den Frauen und 29 Prozent bei den Männern.

Leicht angestiegen sind Arbeitsunfähigkeiten wegen psychischer und Verhaltensstörungen (2006: 10 Prozent, 2008: 12 Prozent). Rund 38 Tage blieb ein Arbeitnehmer aus diesem Grund im Schnitt zu Hause. Auch bei den Frühberentungen spielten psychische Störungen die entscheidende Rolle: Mehr als die Hälfte der Frauen (1800) und gut zwei Fünftel der Männer (1400), die 2008 frühzeitig in Rente gingen, waren davon betroffen. Depressionen sind in der Hauptstadt inzwischen der häufigste Grund für Erwerbsunfähigkeit.

Insgesamt leben in Berlin derzeit 3,42 Millionen Menschen - seit 2005 ist die Tendenz durch Zuzug und leichten Geburtenüberschuss steigend. So wurden 2008 gut 760 Kinder mehr geboren als im Vorjahr, nämlich insgesamt 31 936. Zudem sank die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche weiter ab auf zuletzt 302 in 2008 (2005: 367).

 
Wednesday, den 01.September 2010

 
 

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