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IAI wird 80
Das Ibero-Amerikanische Institut (IAI) in Berlin feiert sein 80-jähriges Bestehen.
Die Festrede hielt bei einer Feier am Donnerstagabend der chilenische Schriftsteller Antonio Skármeta. Mit 830 000 Büchern beherbergt das Institut Europas größte Spezialbibliothek zu Lateinamerika, Spanien und Portugal. Hinzu kommen 350 000 Zeitungsausschnitte und zehntausende von Fotos, Landkarten, Plakaten, Tonträgern und Filmen.
Das Institut versteht sich als ein zentraler Vermittler zwischen Europa und Lateinamerika. Den Grundstein legte 1930 der argentinische Gelehrte Ernesto Quesada, der seine Privatbibliothek von 82 000 Bänden dem Preußischen Staat schenkte. Seit 1962 gehört das IAI zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Generationen von Studenten und Wissenschaftlern haben in dem Institut unweit des Potsdamer Platzes geforscht. Mit Ausstellungen wendet sich das IAI auch an eine breitere Öffentlichkeit, wie jetzt mit «Miradas alemanas - Deutsche Blicke auf Lateinamerika» aus Anlass der 200-jährigen Unabhängigkeit mehrerer lateinamerikanischer Staaten.
Der wohl berühmteste Nutzer der Bibliothek war der neue Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa. Er recherchierte dort die historischen Fakten für seinen im Jahr 2000 erschienen Roman «Das Fest des Ziegenbocks».









