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Gedenken an die Pogromnacht
Mit mehreren Gedenkveranstaltungen wurde am Dienstag in Berlin an die antisemitische Pogromnacht des 9. November 1938 erinnert.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit nahm am Abend (18.00) an einer Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde in Charlottenburg teil. Berliner Schüler zogen in einem Schweigemarsch zum Mahnmal «Gleis 17» am S-Bahnhof Grunewald, von wo einst zehntausende Juden in die Vernichtungslager deportiert wurden. Eine weitere Demonstration führte nach einer Kundgebung am Mahnmal für die zerstörte Synagoge in der Levetzowstraße in Moabit zum Deportationsmahnmal an der Putlitzbrücke.
Vor 72 Jahren hatten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Geschäfte und jüdische Gotteshäuser in Brand gesetzt, Wohnungen jüdischer Bürger verwüstet und ihre Bewohner misshandelt. In der «offiziellen» Bilanz des Terrors waren 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser sowie 7500 verwüstete Geschäfte verzeichnet. In der historischen Forschung kursieren dazu teilweise unterschiedliche Zahlen. Die Reichspogromnacht war der Auftakt für die völlige Entrechtung der Juden in Deutschland. Allein am 10. November 1938 wurden mehr als 30 000 jüdische Jungen und Männer in Konzentrationslager verschleppt.









