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20jähriges Bestehen der Havemann-Gesellschaft
Die Havemann-Gesellschaft mit ihrem einmaligen Archiv zur DDR-Opposition hält sich mit Projekten über Wasser.
«Es ist ein Ausdruck von Geringschätzung, dass wir keine permanente Förderung bekommen», sagte Vorstandsmitglied Ulrike Poppe am Dienstag in Berlin. Die frühere Bürgerrechtlerin und heutige brandenburgische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen beklagte, dass viele im Westen von der DDR eher das Bild von einem Stasi-Staat hätten als von mutigem Widerstand gegen das Regime. Die nach dem DDR-Regimekritiker Robert Havemann benannte Gesellschaft begeht an diesem Freitag den 20. Jahrestag ihrer Gründung.
Nach Angaben von Geschäftsführer Olaf Weißbach stellen der Berliner Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen sowie die Aufarbeitungs-Stiftung knapp eine halbe Million Euro im Jahr für Projekte zur Verfügung. «Die Mittel für 2011 sind noch nicht da.» Erst Mitte Dezember, so die Hoffnung, werde klar sein, wie die Arbeit weitergehe. Gerade das umfangreiche Archiv lasse sich jedoch nicht nur mit befristeten Geldern erhalten.
Ordner auf einer Länge von 500 Metern mit damals verbotenen Zeitschriften, Manuskripten und Mitteilungen und 80 000 Fotos sowie Videokassetten vermitteln einen authentischen Blick auf die DDR- Opposition. Verstorbene Bürgerrechtler wie Bärbel Bohley oder Wolfgang Ullmann haben dem Archiv persönliche Dokumente überlassen. Den Grundstock bildeten der Nachlass von Robert Havemann sowie Dokumente der Bürgerbewegung Neues Forum. «Wir sind eine der bedeutendsten nichtstaatlichen Einrichtungen zur Aufklärung über die kommunistische Diktatur», so Weißbach. Das Archiv sei über Deutschland hinaus bekannt und gefragt.









