Mitarbeiterin von Hatun&Can sagt aus

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Im Betrugsprozess gegen den Vorsitzenden des Frauennothilfevereins «Hatun und Can» hat eine Mitarbeiterin am Freitag Hilfsaktionen bestätigt.

 

Die 39-jährige Kosmetikerin erklärte vor dem Berliner Landgericht, der Angeklagte habe vielen geholfen. Vor Vereinsgründung habe er sie unterstützt, als sie vor ihrem Mann flüchtete. Später als Mitarbeiterin habe sie an Hilfsaktionen für drei Frauen und eine Familie mit zwei Kindern teilgenommen, berichtete die aus der Türkei stammende Zeugin.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte nach dem Ehrenmord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü den Verein 2006 ausschließlich zum Zweck gründete, sich selbst zu bereichern. Der gelernte Steuerfachgehilfe soll die Spender um Zuwendungen in Höhe von insgesamt 690 000 Euro geprellt haben. Der Verein wurde nach Mordopfer Hatun Sürücü und dem Sohn Can benannt.

Nach Angaben der Zeugin hatte sie mit dem Angeklagten Rettungsaktionen für gefährdete Frauen besprochen. Frauen seien finanziell unterstützt worden. Ein arabisches Paar mit Kindern, das nach Angaben der Zeugin aus Angst vor Angehörigen wie in einem Gefängnis lebte, habe sie nach Spanien begleitet. Sie habe für Unterkunft gesorgt.

 
Friday, den 19.November 2010

 
 

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