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Sorge ums Regierungsviertel
Kategorie: Berlin, Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Immobilien, tvberlinnachrichten, tc-news
Zwölf Jahre nach dem Umzug von Bundesregierung und Bundestag aus Bonn befürchten Landespolitiker eine Verödung des Berliner Regierungsviertels. Der zuständige Baustadtrat des Bezirks Berlin-Mitte, Ephraim Gothe, und die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl (beide SPD) appellierten am Donnerstag an den Bund, bei den weiteren Bauplanungen am Spreebogen normales städtisches Leben mit Wohnungen und Geschäften zuzulassen. Sie legten dazu einen «Sechs-Punkte-Plan zur Hauptstadtentwicklung» vor. Gothe warnte vor einer Entwicklung, die sich derzeit in Richtung eines monotonen Behördenviertels bewege.
Gothe möchte hier eine lebendige urbane Mischung aus Büros, Geschäften, Restaurants und auch Wohnungen erreichen. Wenigstens in den Erdgeschosszonen der Bürokomplexe sollten aus seiner und Högls Sicht Läden, Galerien und andere Formen öffentlicher Nutzung möglich sein. Zudem sehen die beiden Politiker den Bund im Regierungsviertel auch wohnungspolitisch in der Verantwortung. «Wie kann man Wohnungsbau machen, wo am Ende nicht schon 9,50 Euro Warmmiete pro Quadratmeter herauskommt? Hier sollte der Bund als Initiator neuer Mietmodelle für breitere Bevölkerungsschichten tätig werden», formulierte der Baustadtrat eine Aufgabenstellung an das Bundesbauministerium.
Thursday, den 10.February 2011
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