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Streit um den Öffentlichen Beschäftigungssektor
Die Berliner Linke ist im Streit mit dem Koalitionspartner SPD um die weitere Finanzierung des öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS) nicht kompromissbereit. «Es ist nicht an uns, über Kompromisse nachzudenken. Bisher haben wir von der SPD noch keine Begründung für ihre Blockadehaltung erhalten», sagte Linke-Fraktionschef Udo Wolf am Donnerstag. Die Linke erwarte eine schnelle Lösung in ihrem Sinne, da sonst laufend Stellen für Langzeitarbeitslose durch Auslaufen der Verträge gefährdet seien. SPD-Fraktionschef Michael Müller hielt dagegen: «Wir wollen vorher die Effektivität des Programms überprüfen.»
Wolf forderte eine Lösung «am besten in der nächsten Woche». «Das Thema ist viel zu ernst, als dass wir da klein beigeben könnten.» Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe Arbeitssenatorin Carola Bluhm (Linke) am 29. März ein Chefgespräch angeboten. Das sei der Linken aber zu spät. Bluhm bitte um einen früheren Termin.
Wolf sieht in dem Verhalten der SPD bereits den Vorwahlkampf aufblitzen. «Die SPD will zeigen, dass sie die Bestimmer und wir die Befehlsempfänger sind», kritisierte Wolf. «Da machen wir nicht mit.» Die Finanzierung der ÖBS-Stellen sei im Koalitionsvertrag klar vereinbart. Das sei aber kein Punkt, die Koalition sechs Monate vor der Wahl platzen zu lassen.
In dem Konflikt geht es um die Zukunft des ÖBS, ein Vorzeigeprojekt der Linken. Dabei finanzieren Bund und Land Jobs für Langzeitarbeitslose, um eine Alternative zu Hartz IV und Ein-Euro-Jobs zu bieten. Berlin nutzt dazu verschiedene Bundesprogramme und stockt diese auf, um einen existenzsichernden Lohn von 1300 Euro zahlen zu können. Einzelne Bundesprogramme laufen jedoch aus.
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