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Immer wieder brutale Angriffe auf Passanten
Zwei Tage nachdem ein junger Mann von einem brutalen Überfall im Berliner U-Bahnhof Kurfürstendamm berichtete, hat die Polizei die Videos ausgewertet. Das sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne er aber nicht sagen, was auf den Filmen zu sehen ist. Es gebe aber keinen Anlass, wegen des Verdachts auf versuchten Mord zu ermitteln.
Glietsch ging nicht näher auf das Geschehen ein. Möglicherweise ist noch nicht klar, was eigentlich genau passiert ist. In den vergangenen Tagen hatte es weitere brutale Überfälle gegeben. In der Nacht zu Montag wurde ein 42-jähriger Mann in Alt-Hohenschönhausen zusammengeschlagen. Nach Angaben der Polizei erlitt er eine «Misshandlungsodyssee», die im Krankenhaus endete.
Der Mann war kurz vor Mitternacht in der Wollenberger Straße von einem Unbekannten nach Zigaretten gefragt worden. Gleich darauf schlug ihn dieser ins Gesicht und prügelte weiter auf das Opfer ein, als es schon am Boden lag. Dann durchsuchte er den Verletzten nach Geld oder einem Handy. Das Opfer hatte ein gebrochenes Nasenbein, Prellungen und Quetschungen, Risswunden und Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma.
In der Nacht zum Sonntag überfielen zwei Unbekannte einen 21-jährigen Mann in Marzahn, um ihn auszurauben. Mit schweren Kopfverletzungen wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht.
Bei dem Vorfall im U-Bahnhof Kurfürstendamm gehen die Ermittlungen offenbar in verschiedene Richtungen. Der 23-jährige Mann hatte bei der Polizei angegeben, er sei von sieben Männern überfallen worden. Sie hätten ihn nach Zigaretten gefragt, auf ihn eingeprügelt, ihn gewürgt, getreten und mit einem Stock auf den Kopf geschlagen. Er sei dann mit einem Taxi ins Krankenhaus gefahren und habe die Polizei alarmiert.
Die zurückhaltenden Äußerungen von Polizeipräsident Glietsch zu der Auswertung der Filme lassen verschiedene Schlüsse zu. Die Bilder könnten bereits zur Identifikation der Täter geführt haben, so dass die Polizei sie nicht warnen will. Die Videos könnten aber auch zeigen, dass die Schilderung des Überfalls nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt.









