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Anschlag auf Polizeiwache
Der Brandanschlag auf eine Berliner Polizeiwache war nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden die Tat von Linksradikalen. «Wir haben Grund zu der Annahme, dass es eine politisch motivierte Tat war», sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag nach der Sitzung des Innenausschusses. Nach der Art und Weise des Angriffs «müssen wir von linksextremen Tätern ausgehen». Glietsch sprach von einem «schwerwiegenden Verbrechen», das sich einreihe in eine Abfolge ähnlicher Angriffe auf Polizisten, Polizeiwachen und -autos in den vergangenen Jahren.
Die Polizei ermittelt jetzt wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes. Man müsse die Tat als «erhöhte Angriffsqualität bewerten», sagte Glietsch und fügte mit Blick auf die sechs bis sieben Täter und einen nur knapp unverletzt gebliebenen unbeteiligten Mann hinzu: «Sie hätten wissen müssen, dass sie das Leben des Mannes gefährden.»
Die Angreifer passten um 5.35 Uhr den Moment ab, als ein Mann zum Putzen von den Polizisten in die Wache an der Wedekindstraße in Friedrichshain gelassen wurde. Dann warfen sie drei Molotow-Cocktails - mit Benzin gefüllte Flaschen- in den Vorraum, die sogenannte Sicherheitschleuse zwischen einer äußeren und einer inneren Eingangstür. Mehrere Stichflammen schossen empor, der 26 Jahre alte Putzmann wurde von den Polizisten im Innern der Wache nur knapp gerettet.









