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Die nächste Wasserrechnung kommt bestimmt
Berliner Haushalte müssen im Jahr im Durchschnitt rund 556 Euro für ihre Wasserrechnung zahlen. Damit liegt die Hauptstadt im bundesweiten Vergleich der Wasserkosten auf dem vierten Platz, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Von 2009 bis 2010 erhöhte sich der Betrag der Wasserrechnung für einen Modellhaushalt demnach um zwei Prozent. Basis der Berechnungen ist ein Zwei-Personen-Haushalt, der rund 80 Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht - das entspricht 122 Litern pro Person täglich.
Regional gibt es nach den Behördenangaben erhebliche Unterschiede: Der Kubikmeter Trinkwasser ist in Berlin mit 2,17 Euro bundesweit am teuersten. Beim Abwasser liegt die Stadt mit 2,46 Euro pro Kubikmeter hingegen im Mittelfeld. Insgesamt zahlen Haushalte in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Schnitt mehr als 550 Euro im Jahr, im günstigsten Bundesland Bayern dagegen nur 324 Euro. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei knapp 441 Euro. Davon entfallen 243 Euro auf die Beseitigung des Abwassers und 198 Euro auf die Lieferung von Frischwasser.
Die sehr hohen Wasserpreise in Berlin sind unter anderem auf die Teilprivatisierung der Wasserbetriebe zurückzuführen, bei der den Investoren hohe Gewinngarantien eingeräumt wurden. Das Bundeskartellamt stellte im März fest, dass nach seiner Einschätzung die Wasserpreise in Berlin um 25 Prozent zu hoch seien.









