1. Mai: Eine Bilanz

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In Berlin-Kreuzberg ist die Nacht zum Montag nach den 1.-Mai-Demonstrationen weitgehend ohne Zwischenfälle verlaufen. Nach Mitternacht räumte die Polizei am Kottbusser Tor das Vorfeld. Dort waren aus einer Gruppe von etwa 1500 Menschen immer wieder Politzisten angegriffen worden. Es gab nach Angaben der Polizei auch mehrere Festnahmen. Über die genaue Zahl der Festnahmen und Verletzten bei Polizei und Demonstranten wollen Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und der scheidende Polizeipräsident Dieter Glietsch auf einer Pressekonferenz Bilanz ziehen.

 

Nach ersten Angaben der Polizei ist es nicht zu den befürchteten Ausschreitungen gekommen. Im Einsatz waren etwa 6000 Polizisten, darunter auch Kräfte aus anderen Bundesländern. Seit dem 1. Mai 1987 ist es am Maifeiertag in Berlin immer wieder zu Ausschreitungen gekommen. Bereits im vergangenen Jahr war die Situation aber insgesamt entspannter als in den Jahren zuvor.

Bei der sogenannten Revolutionären 1. Mai-Demonstration wurden am Sonntag die Scheiben von zwei Banken eingeworfen. Es flogen Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper gegen Polizisten. Auch Polizeifahrzeuge wurden attackiert sowie Geschäfte angegriffen. Brennende Barrikaden wie in der Vergangenheit gab es nicht. Die Polizei sprach von 9000 Teilnehmern, die Veranstalter gaben 13 000 Demonstranten an.

Am Hermannplatz in Neukölln beendeten die Demonstranten gegen 21.00 Uhr ihren Zug vorzeitig. Als Begründung gaben sie laut einer Mitteilung an, dass die Polizei den Zug mehrfach unterbrochen habe und massiv gegen Teilnehmer vorgegangen sei. Ein Großteil der Menge zog wieder zurück nach Kreuzberg zum Kottbusser Tor.

 
Monday, den 02.May 2011

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