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Leitbild für Bebauung gefordert
Eine parteienübergreifende Initiative fordert ein Leitbild für die Bebauung Berlins. «Der Berliner Stadtentwicklung wird derzeit nicht die Bedeutung beigemessen, die sie eigentlich hat», sagte Mitte-Stadtbaurat Ephraim Gothe (SPD) am Dienstag in Berlin. Seit dem Bau des Hauptbahnhofs meinten viele Menschen, Berlin sei nun fertig
In den Wahlprogrammen zur Abgeordnetenhauswahl finden sich laut Gothe keine konkreten Aussagen über die zukünftige Gestaltung von Berlin-Mitte oder die Entwicklung des Nordwestens nach der Schließung des Flughafens Tegel. «Das darf man natürlich nicht einfach dem Selbstlauf überlassen», sagte Gothe.
Neben Gothe gehören der Gruppe der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Thomas Flierl (Linke) sowie Grünen-Politikerin Franziska Eichstädt-Bohlig an. Sie arbeiten mit der Initiative «Think Berl!n» zusammen, einer Gruppe aus Architekten und Stadtplanern der Technischen Universität Berlin.
Eichstädt-Bohlig kritisierte, dass es keine städtebaulichen Vorgaben vom Senat gebe und dadurch eine Konkurrenz zwischen den Bezirken entstehe. «Momentan haben mehrere Bezirke riesige, halbleere Gewerbeareale. Überall entwickeln wir Zukunftstechnologieparks und Elektromobilität», sagte Eichstädt-Bohlig. Sie wünsche sich klare Prioritäten.
Die rot-rot-grüne Initiative möchte außerdem die Einkaufsstraßen erhalten und vor großen Einkaufszentren schützen, wie sie etwa entlang der Ringbahn entstünden. Der Senat und die Bezirke müssten den Investoren in Zukunft klare Vorgaben machen. «Momentan entscheiden die Zufallsinvestoren, ob die Kugeln so oder so rollen», sagte Eichstädt-Bohlig.
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