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Charité: Streik geht weiter
An der Charité haben die Tarifparteien ihre Verhandlungen am Montag fortgeführt. Sie würden möglicherweise die ganze Woche dauern, sagte ein Verdi-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa am Montag. Während der Großteil der streikenden Beschäftigten am Freitag wieder an die Arbeitsplätze zurückgekehrt ist, sind rund 600 Mitarbeiter der Charité-Tochterfirma Charité Facility Management (CFM) weiter im Ausstand und planen Proteste. Sie fordern mehr Geld und einen Tarifvertrag.
Unter dem Motto «Arm trotz Arbeit» ist am Dienstag ab 13.00 Uhr auf dem Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg eine Bettel-Aktion geplant. Am Freitag wollen CFM-Mitarbeiter vor dem Landesparteitag der Berliner SPD demonstrieren. Das teilte Verdi-Gewerkschaftssekretär Uwe Ostdendorff mit. Seinen Angaben zufolge haben die insgesamt rund 2500 CFM-Mitarbeiter keinen Tarifvertrag und bekommen zwischen fünf und sieben Euro pro Stunde. Die CFM ist Dienstleister für Küchen, Post, Logistik, Reparaturen oder auch Krankentransporte.
Mit der Charité verhandeln die Gewerkschaften verdi und dbb Tarifunion unterdessen über mehr Geld für rund 10 000 Beschäftigte im nicht-ärztlichen Bereich. Nach Darstellung der Gewerkschaften zahlt die Charité ihrem Pflege- und Technikpersonal rund 14 Prozent weniger als die anderen Berliner Kliniken. An Deutschlands größtem Universitätsklinikum streikten deshalb seit Montag vergangener Woche jeden Tag rund 2000 Mitarbeiter. Die Charité legte ein verbessertes Angebot vor. Daraufhin wurde der Arbeitskampf des nicht-ärztlichen Personals mit Ausnahme der Tochterfirma CFM erst einmal ausgesetzt.









