Union nach Ost-Derby-Sieg

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Union-Trainer Neuhaus stichelte süffisant gegen seinen Trainerkollegen Wollitz, Cottbus muss mit dem Abgang von Shao einen weiteren Rückschlag verkraften: Nach dem emotionsgeladenen Ost-Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Energie Cottbus trennten die beiden Vereine Gefühlswelten.

 

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte den «Eisernen» unfreiwillig eine Vorlage geliefert. Sein Union-Kollege Uwe Neuhaus nutzte ein Wollitz-Zitat zur Motivation seines Teams. «Ich muss mich bei Claus-Dieter bedanken. Er hat mir die Motivationssorgen abgenommen», meinte Neuhaus. Wollitz hatte nach dem destruktiven Auftreten der Berliner im Hinspiel (0:0) am Freitag behauptet, dass bei der Partie zwischen Union und Cottbus der Vergangenheits- auf den Gegenwartsfußball treffen würde. «Vielleicht war es der Frust, im Hinspiel kein passendes Rezept gegen uns gefunden zu haben», stichelte Neuhaus. «Und nun haben wir mit 23 Zählern in der Rückserie zwei Punkte mehr als Cottbus geholt.»

Noch eine halbe Stunde nach dem Spiel tanzten die Union-Spieler auf dem Rasen, feierten mit den Fans und nahmen Karim Benyamina in ihre Mitte, der von den Fans im prallvollen Stadion an der Alten Försterei wie ein König verabschiedet wurde. Neben dem Rekord-Torjäger der Köpenicker, der gegen Cottbus mit seinem 87. Tor den Schlusspunkt seiner Auftritte im heimischen Stadion setzte, war mit Björn Brunnemann, Christoph Haker, Dominic Peitz, Kenan Sahin, Paul Thomik, Bernd Rauw und Macchambes Younga-Mouhani fast ein Drittel des Union-Kaders in würdiger Form verabschiedet worden: Beim zweitältesten Liga-Team aus Köpenick hat damit ein gravierender Umbau begonnen.

Doch auch beim Rivalen aus Cottbus, das sich beim 2:4 im sechsten Zweitliga-Duell erstmals den Berlinern beugen musste, steht wider Willen ein Umbruch an. Nach Emil Jula wird nun auch der Chinese Jiayi Shao die Lausitzer in Richtung Duisburg verlassen, obwohl er eigentlich nur in die erste Liga wechseln wollte. «Duisburg ist ein gefühlter Erstligist», bestätigte Wollitz mit einem bitteren Lächeln.

Zudem muss sich der Coach darauf einrichten, dass Rekord-Torjäger Nils Petersen vielleicht schon in zwei Wochen einen neuen Arbeitgeber verkündet. Der beste Torschütze der 2. Bundesliga drückt jetzt aufs Tempo. «Auch im Interesse von Energie Cottbus will ich eine schnelle Entscheidung. Aber ich verspreche mir in einem eventuellen neuen Verein auch Spielzeiten. Wenn es nicht passt, bleibe ich in Cottbus. Ich denke, in spätestens zwei Wochen herrscht Klarheit», sagte Petersen, der aber dementierte, dass er in der Vorwoche bereits selsbt in München mit den Bayern verhandelt habe. Auch andere Bundesliga-Clubs buhlen um den Angreifer, der 2,8 Millionen Ablöse kosten soll.

Ein Kandidat für den Sturm ist Marco Stiepermann von Borussia Dortmund. Er war in der vergangenen Wochen in Cottbus und führte Gespräche mit Wollitz. Allerdings hat er sich auch in Aachen umgeschaut. Zudem will sich Energie auch im zentralen Mittelfeld verstärken. Wollitz sucht einen Partner für Kapitän Marc Andre Kruska. «Wir haben viele Sachen probiert. Aber es hat nicht funktioniert. Wir haben nach wie vor eine große Baustelle im Zentrum.» Im letzten Spiel will Wollitz mit einem Energie-Sieg gegen Oberhausen unbedingt seinem Ex-Club Osnabrück im Abstiegskampf helfen. «Wir haben noch eine Aufgabe zu erledigen», meinte er.


Er ist in Berlin geboren, erlernte im Alter von 6 Jahren in San Diego das Basektballspielen auf und entschied sich im Teenager Alter lieber Basketball, als Fußballprofi zu werden. Heiko Schaffartzik kickte einst mit Malik Fathi bei Hertha Zehlendorf und schlug trotzdem den Weg Richtung Alba Berlin ein. Eine gute Wahl, denn der Spielmacher reifte zum Nationalspieler heran. Im Januar diesen Jahres kehrte er aus der Türkei zurück an die Spree und will nun mit den Albatrossen den Titel gewinnen. Grund genug für Jan-Olav Straakholder um sich im Berliner Unfallkrankenhaus mit dem Mann zu treffen, der Heiko Schaffartzik wohl am besten kennt.

 
Monday, den 09.May 2011

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