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Prozess um Schießerei in Neukölln
Ein Streit um Geld war die Ursache, eine wilde Schießerei die Folge. Bei der Knallerei in Neukölln im vergangenen November wurden auch «Mahmoud», einer der bekanntesten Intensivtäter der Stadt, und sein Bruder getroffen. Von Freitag an müssen sich fünf Männer vor dem Berliner Landgericht verantworten, die an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Gleich nach der Verlesung der Anklage wurde der Prozess erstmal für eine Woche unterbrochen. Die Verteidigung muss sich noch mal neu vorbereiten.
Grund ist ein juristischer Hinweis des Gerichts zur Anklageschrift. Den Männern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Verhandlung erfolgt unter erhöhten Sicherheitsauflagen. Sie wird wird nun am 6. Juni fortgesetzt.
Am ersten Prozesstag machten die aus dem Libanon stammenden Männer im Alter von 27 bis 42 Jahren zu der Schießerei am 11. November in der Emser Straße keine Angaben. Bei der Auseinandersetzung wurde «Mahmoud» am Fuß verletzt. Ein zweiter Schuss streifte die Wade des 28-Jährigen. Sein Bruder wurde von einer Kugel am Bein verletzt. Insgesamt wurden 18 Schüsse abgefeuert. Einer der Schützen ist nach Anklage unerkannt entkommen. Aus welcher Waffe die Treffer kamen wurden, blieb nach Überzeugung des Gerichts unklar. Auch konnte nicht ermittelt werden, ob es die Brüder direkt oder von Querschlägern erwischte.
Der Schießerei soll ein Streit um Geldangelegenheiten vorausgegangen sein. Als «Mahmoud» noch in Haft saß, soll ein 30-jähriger Angeklagter Geld für ihn gesammelt haben. «Mahmoud» sei damit nicht einverstanden gewesen, offenbar fühlte er sich in seiner Ehre verletzt. Nach Angaben des Gerichtssprechers wollte der staatenlose Palästinenser erreichen, dass die Spender das Geld zurückbekommen. Der Streit sei dann eskaliert. Um die Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken, sollen drei der Angeklagten bei der Polizei behauptet haben, die Gegenseite hätte geschossen. «Mahmoud» wurde vorläufig festgenommen und saß eine Nacht in Untersuchungshaft.
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