Berliner Waldbühne

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Die in einem Kessel der Murellenschlucht eingebettete Waldbühne ist ein Veranstaltungsort für Konzerte (Klassik, Rock/Pop) und Filmvorführungen und gilt international als eine der beliebtesten Open-air-Bühnen. Sie gehört zu dem 1934-36 errichteten Olympia-Komplex des Architekten Werner March und wird heute von der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport verwaltet.

 

Als Kult- und Feierstätte der Nationalsozialisten nach griechischem Vorbild insbesondere für Thingspiele in Form eines Amphitheaters unter dem Namen Dietrich-Eckart-Bühne am Reichssportfeld mit einer Aufführung des »Frankenburger Würfelspiels« (verfasst von Eberhard Wolfgang Möller), eröffnet, fanden hier während der Olympischen Spiele 1936 auch Sportveranstaltungen (überwiegend Boxkämpfe) statt. Nach dem II. Weltkrieg übernahmen die britischen Besatzungstruppen das Areal, gaben es jedoch 1948 teilweise für die öffentliche Nutzung frei.

Bis 1960 wurden in der Anlage hauptsächlich Boxveranstaltungen durchgeführt, in den 60er Jahren begann ihre Nutzung als Konzertbühne. Nach einem Rolling-Stones-Auftritt 1965 wurde die Freilichtbühne völlig verwüstet und blieb über ihre Renovierung 1969 hinaus weitgehend ungenutzt; erst ab 1978 begann man wieder mit regelmäßigen Konzertprogrammen.

Ihren eigentlichen Durchbruch als international anerkannte Open-air-Arena, neben der nach Ansicht zahlreicher Experten lediglich die Hollywood Bowl bestehen kann, hatte die Waldbühne mit einem legendären Konzert von Bob Marley 1980.

 
Monday, den 30.May 2011

 
 

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