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Suche nach neuem Polizeipräsidenten
Der künftige Berliner Polizeipräsident wird in einem neuen Auswahlverfahren bestimmt. Zwar wird die Stelle nicht neu ausgeschrieben, aber eine Kommission soll mit den bisherigen Bewerbern Auswahlgespräche führen. Das kündigte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) als Konsequenz aus einem Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts an. Körting gab zu: «Wir haben im Auswahlverfahren einen Fehler gemacht.» Daher werde er auch keinen Einspruch gegen die Entscheidung des Gerichts einlegen, in der die letzte Kandidatenauswahl als nicht ganz korrekt eingestuft wurde.
Wie lange das neue Verfahren dauern wird, sei nicht absehbar, erklärte Körting. Zuerst müsse die Auswahlkommission gebildet werden. Sie entwerfe einen Fragenkatalog und führe mit den Kandidaten die vom Gericht geforderten Gespräche. Das war bisher unterblieben. Dann werde erneut über die vorliegenden Bewerbungen entschieden.
Die Innenverwaltung war laut Körting bisher der Ansicht, der deutliche Rangunterschied zwischen den Bewerbern Udo Hansen und Klaus Keese würde nach beamtenrechtlichen Grundsätzen ein Auswahlgespräch überflüssig machen. Das sah das Gericht nach einer Klage des unterlegenen Keese anders.
Körting hatte zuletzt betont, er halte an seinem Favoriten Hansen, dem ehemaligen Leiter der Bundespolizei-Ost, fest. Wegen seiner jahrelangen Erfahrung als Leiter einer sehr großen Polizeibehörde sei er am besten für das Amt des Berliner Polizeipräsidenten geeignet.
Seit der Pensionierung des langjährigen Polizeipräsidenten Dieter Glietsch Ende Mai wird die Behörde von seiner Stellvertreterin Margarete Koppers geführt.
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