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Erneut Brandanschläge an Autos
Die Serie von linksextremen Brandanschlägen auf Autos in Berlin reißt nicht ab. Erneut haben unbekannte Täter in der Nacht zu Dienstag zugeschlagen. Sie zündeten in Charlottenburg elf Autos an: fünf BMW, vier Mercedes und zwei Audis. Weitere sieben Autos, ein Motorroller und ein Fahrrad wurden durch die Flammen beschädigt. Die Feuerwehr löschte alle Brände. In allen Fällen geht die Polizei von einer politischen Motivation aus. Die Brandserie begann in der Nacht im Westend und endete in der Fasanenstraße. In der Nacht zum 12. Juli hatte es in Charlottenburg, ebenfalls beginnend in Westend, eine ähnliche Serie von sechs Brandstiftungen gegeben. Diesmal wurden Autos in der Lindenallee, in der Gotha-Allee, in der Reußallee sowie in der Altenburger Allee, Eichenallee, am Witzlebenplatz und in der Fasanenstraße angezündet.
Angesichts der Serie von Brandstiftungen in der Hauptstadt forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) höhere Belohnungen für Hinweise von Zeugen. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, sagte am Dienstagmorgen im RTL-Radio 104,6, die Polizei sei bei der Fahndung nach den Tätern auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Das Anzünden geschehe in Sekundenbruchteilen und die Polizei könne nicht jede Straße rund um die Uhr überwachen.
Linksextremisten haben in den vergangenen Jahren hunderte Autos angezündet. Der Polizei gelingt es trotz aufwendiger Fahndungen mit zahlreichen Polizisten, die zum Teil nachts in zivil unterwegs sind, nicht, die Brandanschläge zu stoppen. Nachdem in Kreuzberg und Mitte immer weniger Autos brannten, wichen die Extremisten in Stadtteile im Westen der Stadt aus und schlugen dort verstärkt zu. Nur wenige Verdächtige wurden bislang gefasst. Vor Gericht lassen sich die Taten kaum nachweisen.
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