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Feingeist Loriot gestorben
Der Humorist Loriot ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren am Montag in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow hieß, leistete u. a. einen bedeutenden Beitrag zur deutschen Fernsehkultur.
Mit seinem fein-geistigem Humor eroberte er die Herzen der Deutschen. Zunächst bekannt geworden durch seine Knollennasenmännchen in Zeitschriften-Cartoons ist er vor allem auch für seine Fernseh-Sketche in den 70er Jahren berühmt. Sketche wie der um den kaputten Fernseher und der berühmte mit der Nudel im Gesicht beim Rendezvous bekunden den Sprachwitz Loriots. Ebenso beliebt war sein schwarzer Humor, den er z. B. in seinem Weihnachtsgedicht „Advent, Advent“ offenbarte. Im Kino hatte der großartige Komiker mit seinen beiden Filmen „Ödipussi“ (1988) und „Pappa ante portas“ (1991) Erfolg. Eine Vielzahl an Auszeichnungen, darunter der Deutsche Filmpreis, der Deutsche Kleinkunstpreis und die Goldene Kamera, ehren sein Talent. Loriot war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und der Akademie der Schönen Künste in Bayern.
Die Nachricht über seinen Tod gab der Schweizer Diogenes-Verlag auf Wunsch der Familie bekannt. Die Trauerfeier ist laut Verlagssprecherin Geiger im engsten Familienkreis geplant. Den Termin möchten die Angehörigen nicht nennen.
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