Haftstrafe für U-Bahn-Schläger

Kategorie: Berlin, Nachrichten, Polizei, Recht, tvberlinnachrichten

 

Knapp fünf Monate nach der von Torben P. verübten Gewalttat auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße hat das Landgericht Berlin am Montag ein Urteil verkündet. Für zwei Jahre und zehn Monate muss der 18-jährige U-Bahnschläger ins Gefängnis. Das Gericht verurteilte ihn zu der Jugendstrafe wegen versuchten Totschlags. Zugleich soll vorerst die Haftverschonung für Torben P. unter Auflagen aufrecht erhalten werden, so die gerichtliche Anordnung. Vier Jahre Jugendhaft hatten die Ankläger gefordert.

 

In der Nacht zum Karsamstag sollen Torben P. und sein Freund Nico A. alkoholisiert auf dem U-Bahnhof Friedrichstraße auf einen ebenfalls angetrunkenen 29-jährigen Installateur getroffen sein. Die beiden hätten zunächst permanent auf den Handwerker eingeredet bis dieser sich gegen die Belästigung wehrte. Als er auf Torben P. zuging, habe der 18-Jährige ihm einen Schlag mit einer fast vollen Flasche versetzt, woraufhin der Handwerker zu Boden ging. Torben P. soll dem am Boden liegenden Opfer anschließend mehrmals gezielt gegen den Kopf getreten haben. Ein 22-jähriger Mann aus Bayern sei dazwischen gegangen. Torben P. soll im Weiteren seinen bis dahin nur zuschauenden Freund Nico A. durch eine Aufforderung veranlasst haben, einzugreifen und auf den Helfer mit einzuschlagen. Für den heute 19-jährigen Nico A. wurde wegen unterlassener Hilfeleistung und Körperverletzung eine Strafe von drei Wochen Dauerarrest und 100 Stunden Freizeitarbeit sowie die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs verlangt. Bis zuletzt blieb unklar, warum es zu dem Gewaltexzess kam. Seine Tat konnte Torben P. nicht erklären.


 
Monday, den 19.September 2011

 
 

Weitere Meldungen