Versuchter Brandanschlag auf Hauptbahnhof

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Am Berliner Hauptbahnhof ist am Montag ein möglicherweise folgenschwerer Anschlag einer linksextremen Gruppe vereitelt worden. Ein Bahnmitarbeiter entdeckte gegen 11.45 Uhr entlang der Gleise nördlich der Tunnelausfahrt mehrere verdächtige Gegenstände, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Unbekannte hatten an Gleisen an einer Tunneleinfahrt sieben Brandsätze versteckt, die Einsatzkräfte am Mittag rechtzeitig unschädlich machen konnten. Nach dpa-Informationen hätten die Sprengsätze enormen Schaden anrichten können. Am Morgen hatte ein Brandanschlag in Brandenburg Signalleitungen an der Bahnstrecke nach Hamburg zerstört. Tausende Reisende und Pendler waren von Verspätungen und Zugausfällen betroffen. Im Internet veröffentlichte eine linksextreme Gruppe ein Bekennerschreiben, in dem sie gegen den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan protestiert. Das Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg hält das Schreiben nach einer vorläufigen Bewertung für authentisch. Nach Angaben der Bundespolizei gibt es Parallelen zwischen beiden Anschlägen.

 

Die Tunneleinfahrt am Hauptbahnhof liegt gut 200 Meter vom Bahnhof selbst entfernt, der nicht gesperrt wurde. Laut Bahn hatte ein Mitarbeiter bei zusätzlich veranlassten Streckenkontrollen entdeckt. Spezialisten trugen die Behälter mit brennbaren Flüssigkeiten in Tüten davon. Die Polizei will die Brandsätze nun detailliert untersuchen.

Die Bundespolizei sperrte zunächst die Fundstelle im Hauptbahnhof-Tunnel an der nördlichen Einfahrt für Ermittlungen ab, so der Sprecher. Die Bahn leitete Fern- und Regionalzüge um. Der Hauptbahnhof selbst war nicht gesperrt.

 

 
Monday, den 10.October 2011

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