Sicherere Plätze durch Städtebauliche Prävention

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Die Berliner Polizei setzt bei der Umgestaltung von dunklen Ecken in der Hauptstadt auf die Hilfe einer Architektin. „Wir wollen Plätze so gestalten, dass sich möglichst viele Menschen dort wohlfühlen“, sagte Tanja Knapp von der Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamts am Freitag. Zusammen mit der Expertin Ingrid Hermannsdörfer nehmen die Beamten seit Anfang 2011 sogenannte Angsträume unter die Lupe. Unter dem Stichwort Kriminalprävention geben sie danach Tipps, wie sich durch einfache Umbauten das Sicherheitsgefühl erhöhen lasse. Dunkle Unterführungen, Schmuddelecken und verwinkelte Orte sollen dann in Deutschlands größter Stadt künftig der Vergangenheit angehören.

 

Auch soziologische Aspekte spielten dabei eine Rolle: Identifizieren sich die Anwohner mit ihrer Wohngegend, steigt die soziale Kontrolle. Die feste Zusammenarbeit der Hauptstadtpolizei mit der Architektin gehört nach eigenen Aussagen bundesweit zu den Vorreiterprojekten. Zwar gibt es auch in anderen Bundesländern ähnliche städtebauliche Ansätze zur Kriminalprävention. Baden-Württemberg hat etwa seit 2000 eine Checkliste, um schon in der Planung mögliche Gefahrenstellen zu vermeiden. Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben entsprechende Handreichungen entwickelt. Eine deutschlandweit einheitliche Regelung zu diesem Thema gibt es aber bislang nicht.

 
Friday, den 13.January 2012

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