Werbung
Partner
Ausstatter
Partnerseiten
70 Jahre Wannsee-Konferenz
Mit der Wannsee-Konferenz begann vor 70 Jahren die systematische Vernichtung der Juden durch die Nazis. Bundespräsident Wulff gedachte der Opfer - und erinnerte an die Neonazi-Morde der Gegenwart. „Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Unglaubliche und Unvorstellbare wirklich geschehen ist“, sagte Wulff bei einer Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz am Freitag in Berlin. Gleichzeitig äußerte Wulff «Scham und Zorn» über die Mordserie des Zwickauer Neonazi-Trios. Alle - einschließlich der Polizei und der Sicherheitsbehörden - hätten es nicht für möglich halten wollen, dass es so etwas in Deutschland heute noch gebe.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, erklärte, die Wannsee-Konferenz markiert den Zeitpunkt, von dem an der Massenmord an den Juden eine minuziöse Bedienungsanleitung erhielt. Auf der Konferenz „geschah die fatale Verbrüderung der Bürokratie mit dem Bösen“, schrieb Graumann in einem Beitrag für die „Bild“-Zeitung. Am 20. Januar 1942 waren in der Villa am Wannsee 15 hochrangige NS-Funktionäre zusammengekommen, um die Behörden und Ministerien auf die systematische Vernichtung der europäischen Juden einzuschwören. Der Bundespräsident sicherte den Juden in aller Welt bei Gefahr und Verfolgung die Verbundenheit Deutschlands zu. An der Gedenkfeier nahm auch der israelische Minister Yossi Peled teil. Peled hatte als Kind die deutsche Besatzung in Belgien unter falscher Identität überlebt. Von seiner Familie überlebte nur seine Mutter den Holocaust im Konzentrationslager Auschwitz.
- Dateien:
- wannsee.jpg (18.6 kb)









