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Streit um Taxi-Gebühren für Fahrten zu BER
Wer am Flughafen in Schönefeld in ein Taxi steigt, sollte auf das Auto-Kennzeichen achten. Eine Fahrt mit einem Berliner Taxi ins Zentrum der Hauptstadt ist derzeit deutlich billiger als mit einem aus Brandenburg. Die zwei Tarife sind nicht gut fürs Geschäft, weil sie die Kunden verwirren. Die Taxiverbände wollen daher eine Lösung. Viel Zeit bleibt nicht, denn in gut vier Monaten öffnet der neue Flughafen. Nach Angaben der Berliner Taxiverbände kostet eine Fahrt in die Hauptstadt mit den Kollegen aus dem Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg derzeit im Schnitt 45 Euro, mit einem Berliner Taxi hingegen nur durchschnittlich 37 Euro. Die Brandenburger haben ein anderes Tarifsystem. So wird bei ihnen beispielsweise auch die Wartezeit an den Ampeln mitgerechnet.
Im Kern geht es jetzt um die Einführung eines Einheitstarifs für Fahrten vom künftigen Hauptstadtflughafen aus. Dies lehnen die Berliner Fahrer jedoch ab. Sie halten es weder für praktikabel noch für betrugssicher, wenn ein weiterer Tarif nur für Fahrten vom Airport ins Taxameter aufgenommen werden soll. Außerdem wird über Laderechte in Berlin und Halteplätze am Flugplatz gestritten. So ist das Berliner Taxigewerbe dagegen, dass die Kollegen aus Brandenburg künftig auch in der Hauptstadt Fahrgäste aufnehmen können. Dem Senat liegen die Forderungen der Taxiunternehmen auf dem Tisch. Bis zum 31. Januar wurde nun eine Frist gesetzt. Sollte bis dahin nichts passieren, droht das Berliner Gewerbe mit Kampf. „Das könnten Streiks oder Blockaden auf der Stadtautobahn sein“, heißt es. Die Verkehrsverwaltung äußert sich dazu nur zurückhaltend. „Wir arbeiten an einer machbaren Lösung“, sagt eine Sprecherin.
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